Der Bürgerkrieg in Spanien
Vorwort
In den Jahren von 1936 bis 1939 herrschte Bürgerkrieg zwischen der republikanischen Regierung von Spanien und den Putschisten. Sieger dieses blutigen Kampfes waren die Putschisten, Anhänger von Francisco Franco.
Was waren die Hintergründe?
Zu finden sind die Ursachen hauptsächlich in den extremen sozialpolitischen und kulturellen Verwerfungen der spanischen Gesellschaft, aber auch in den regionalen Autonomiebestrebungen des Baskenlandes und Katalonien. Seit dem 19. Jahrhundert hatte Spanien mit gewalttätigen Kämpfen zu kämpfen, von denen die meisten jedoch eher ungelöst blieben. Nach der Niederlage im Spanisch-Amerikanischen Krieg, 1898, häuften und verschärften sie sich, da das Ansehen alter Institutionen verloren gegangen war.
Friedliche Lösungen hatten in der spanischen Geschichte kaum eine Tradition, daher standen sich katholisch-nationalistische, bürgerlich-liberale und sozialrevolutionäre Gruppierungen in langen Feindschaften gegenüber. Als Spanien die wirtschaftliche Krise erreichte und sich die Lage in Europa aufgrund des Faschismus veränderte, verschärfte sich Spaniens Situation zusehends.
Der Kriegsverlauf
1936 Hoffnungen auf ein schnelles Ende zerschlugen sich nach fünftägigem Aufstand. Die Nationalisten eroberten die Marinebasis Ferrol Nordwestspaniens und erbeuteten zwei fabrikneue Kreuzer. Nachdem Franco die erste Luftbrücke der Geschichte aufs Festland verschob, konnte er die republikanische Marineblockade umgehen und in das kontrollierte Gebiet rund um die Straße von Gibraltar konsolidieren. Dieser Schritt ermutigte die faschistischen Länder Europas Franco zu unterstützen, 10 Tage später lief die Hilfe an. Einen wichtigen propagandistischen Sieg errang Franco mit der Eroberung Toledos und Beendigung der Belagerung des Alcázars von Toledo. Im Oktober gingen die Nationalisten Richtung Madrid in die Großoffensive. Der daraufhin zunehmende Widerstand der Regierung, Mobilisierung der Bevölkerung und Eingriff von Verstärkungen brachte den bisherigen Vormarsch zum Stillstand.
1937 In den Monaten von Januar bis Februar versuchte Franco mit verstärkten Kräften noch mal Madrid zu erobern, jedoch scheiterte auch dieser Versuch. Danach wurde Málaga erobert und im April betraten Francos Truppen Guernica. Die Regierung errichtete eine Kampagne, um Franco zu zwingen, seine Truppen von der Madridfront abzuziehen und den Vormarsch zu stoppen. Nachdem die Nationalspanier dieses jedoch unter enormen Schwierigkeiten abwenden konnten, gelang Franco nach Aragón und eroberte die Städte Santander und Gijón. Dieses bedeutete jedoch für die Nordfront die Eliminierung.
1938 Anfang des Jahres kämpften beide Parteien vehement um den Besitz der Stadt Teruel, jedoch waren die Nationalisten stärker und konnten sie endgültig halten. Im April brachen sie zum Mittelmeer durch, genau an der Stelle wo El Cid einst das Mittelmeer erreichte, als er gegen die Mauren kämpfte. Nach zwei langen Jahren Krieg bat die Regierung im Mai Franco um Frieden, doch dieser verlangte bedingungslose Kapitulation und der Krieg ging weiter. Daraufhin startete die Regierung mit einer Großoffensive, um ihre Gebiete wieder miteinander zu verbinden. Was folgte war die Ebroschlacht welche vier Monate ging, jedoch stellte sich dies als Misserfolg dar und legte somit bereits den Ausgang des Krieges fest.
1939 Auf einmal ging alles ganz schnell: Katalonien wurde in den ersten beiden Monaten erobert, Tarragona fiel am 14. Januar, Barcelona 22 Tage später und Girona am 5. Februar. Bis auch der letzte Widerstand von Katalonien gebrochen war, dauerte es noch fünf lange Tage. Daher erkannten Großbritannien und Frankreich am 27. Februar offiziell das Francoregime an. Nun blieb den Regierungskräften nur noch Madrid und einige Hochburgen. Doch nicht mehr lang, 11 Tage später fiel Madrid, Valencia gab 24 h später auf. Nachdem auch die letzten republikanischen Kräfte aufgegeben haben, erklärte Franco stolz am 1. April seinen Sieg.